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Busschnellverkehr


Städtische Mobilitätsmuster nur durch geringen Kostenaufwand verändern

 

 

Busschnellverkehr – ein modernes Nahverkehrssystem mit der Flexibilität von Bussen, aber der Geschwindigkeit, des Komforts und der Verlässlichkeit der Bahn – erfreut sich wachsender Beliebtheit weltweit. Busschnellverkehr bietet schnellere, umweltfreundlichere und effizientere Dienste als ein gewöhnlicher Bus. „Diese Systeme funktionieren wie eine überirdische U-Bahn“, so Fürsprecher dieses Systems, „aber kosten weitaus weniger als der Bau einer tatsächlichen U-Bahn“.

 

Mit eigenen Spuren, angepassten Servicebereichen, technologisch fortschrittlichen Haltestellen und GPS-Ortungsgeräten bietet Busschnellverkehr einen umfassenden Nahverkehrsdienst zu einem Bruchteil der typischen Kosten. Tatsächlich können für die Summe, mit der eine einzige Eisenbahnlinie gebaut wird, mehrere Busschnellverkehrslinien gebaut werden.

 

Walter Hook, Hauptgeschäftsführer des Instituts für Transport- und Entwicklungspolitik (ITDP), bestätigt das Potential von Busschnellverkehr in Städten, in denen die Bereitstellung an Geldmitteln rar ist. „Busschnellverkehr wird eine wichtige Option für zukünftigen Nahverkehr, vor allem in Städten, in denen eine hohe Beförderungsnachfrage besteht und Budgets knapp bemessen sind, sein“, sagt Hooks.  

 

Aufgrund seines flexiblen Services und niedrigen Anlageinvestitionen ist Busschnellverkehr in der ganzen Welt ein Erfolg. Zusätzlich zu dem weltweiten Enthusiasmus für Busschnellverkehr erfreut sich dieser in den USA wachsender Beliebtheit. Es gibt derzeit fünf Städte in den USA, einschließlich Los Angeles und Cleveland, die Busschnellverkehr als Teil ihres öffentlichen Nahverkehrs nutzen und acht bis zehn Busschnellverkehrssysteme werden diskutiert.  Lesen Sie den Artikel im „The Wall Street Journal“

 

Brasilien bereitet sich mit einem Busschnellverkehrssystem für die Fußballweltmeisterschaft 2014 vor

Das weltweit erfolgreichste Busschnellverkehrssystem, das “RIT” in Curitiba, Brasilien, bedient über zwei Millionen Fahrgäste pro Tag und verändert so den Stadtverkehr.  

 

Mit 2,98 Millionen erwarteten Besuchern für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ergreifen Stadtplaner die einmalige Gelegenheit, nachhaltige Verkehrssysteme in den zwölf Austragungsorten auszubauen. Im Autobusland Brasilien bedeutet dies besondere Aufmerksamkeit für hochmoderne Busschnellverkehrssysteme, die zügigen, effizienten und kostengünstigen Service bereitstellen. Bundes-, Staats- und Kommunalregierungen in Brasilien haben zu diesem Zweck schon ca. $6,5 Billionen für Investitionen in den städtischen Nahverkehr zugesagt, eine Zahl, die erwartungsgemäß mit privaten Investitionen noch steigen wird. 

 

Busschnellverkehrssysteme stellen optimierten Service mit Gelenk- oder Doppel-Gelenkbussen bereit, die etwa 15 000 Fahrgäste pro Stunde, Fahrspur und Richtung befördern können. Brasilien plant fast 300 Meilen Busschnellverkehrsspuren für die zwölf Austragungsstädte. In Rio de Janeiro, einem der Hauptaustragungsorte, wird es mindestens 75 Meilen dieser Korridore geben und ca. 185 Meilen verbesserte Busrouten, wie Busspuren, bessere Ausschilderung, bessere Nutzerinformationen, Rationalisierung von Busspuren usw. Diese Busschnellverkehrsprojekte sind ein nachhaltiger Schritt, da sie nach der Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen 2016 weiterhin bestehen bleiben werden.      

 

In ähnlicher Weise bedienen Systeme in Bogota und Teheran 1,7 bzw. 1,4 Millionen Fahrgäste täglich und bewegen Pendler von ihren Pkws weg hin zum öffentlichen Nahverkehr. Insgesamt wurden letztes Jahr 16 neue Busschnellverkehrssysteme, und werden derzeit 49 neue Systeme, fertiggestellt.

 

Lesen Sie mehr über TheCityFix

 

Brazil BRT

Busschnellverkehr in China überzeugt 70% der Fahrgäste in Xiamen und gewinnt den Preis für nachhaltigen Verkehr in Guangzhou

Einer Online-Umfrage des Busschnellverkehrs in Xiamen im Mai 2011 zeigt zufolge stufen fast 70% der Bürger in Xiamen, China, den Busschnellverkehrsdienst als „exzellent“ und „gut“ ein. 

 

Die Umfrage, an der 3000 Personen beteiligt waren, konzentriert sich hauptsächlich auf vier Bereiche: Personalservice in Busbahnhöfen, elektronische Einrichtungen, Zusatzeinrichtungen und Stau zu Stoßzeiten. Die Umfrageergebnisse haben gezeigt, dass Schnellig-, Pünktlich- und Bezahlbarkeit die Hauptvorteile der Beförderung per Busschnellverkehr sind.

Unter den Einrichtungen, die Busschnellverkehr bietet, geht die Höchstpunktzahl an Aufladeterminals per Chipkarte, gefolgt von Busschnellverkehr-Fahrscheinautomaten. In Bezug auf Stau zu Hauptverkehrszeiten werden Maßnahmen wie die Kapazität zum Hinzufügen der Abfahrtshäufigkeit sowie von mehr Fahrzeugen von Kunden geschätzt.     

 

Ebenfalls in China hat die Stadt Guangzhou 2011 den Preis für nachhaltigen Verkehr gewonnen, der für ihr neues Busschnellverkehrssystem von Weltrang vergeben wurde, welches mit Fahrradspuren City-Bike-Systeme und U-Bahnstationen in ein kollektives Nahverkehrssystem integriert. 

 

Dieser Preis, der am 24. Januar 2011 vom Institut für Transport- und Entwicklungspolitik (ITDP) vorgestellt wurde, wird an die Stadt vergeben, die innerhalb eines Jahres den größten Fortschritt im Anstieg von Mobilität, mit gleichzeitiger Reduzierung der Treibhausgase und CO2-Emissionen des Verkehrs, sowie bei der Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit gemacht hat. 

 

“Heute bedient das Busschnellverkehrssystem in Guangzhou über 800 000 Fahrgäste pro Tag und wurde mit nur einem Zehntel der Kosten gebaut, die für eine U-Bahn hätten gezahlt werden müssen. Mit durchschnittlich einem vorbeikommenden Bus alle zehn Sekunden zu Hauptverkehrszeiten, befördert es mehr Fahrgäste in eine einzige Richtung als jede U-Bahnlinie in ganz China und mehr als dreimal so viele wie jedes andere Busschnellverkehrssystem in Asien. Durch das System sind Busse jetzt 30%mal schneller und es gibt weniger Staus entlang der Korridore mit gleichzeitigen Anstieg des Fahrzeugvolumens, vor allem aufgrund des Lösens großer Stauprobleme an Bushaltestellen und Verbesserungen bei Ampeln an Kreuzungen“, erklärte Marketing- und Kommunikationsdirektor Dani Simons von ITDP.

 

Der Busschnellverkehr von Guangzhou konnte im ersten Jahr 50 000t CO2 vermeiden, einerseits durch Anwohnere auf ihren Pkw verzichteten und Busschnellverkehr wählten, andererseits durch die Reduzierung von Staus und die Verbesserung des Verkehrsflusses.

 

Seniorprogrammdirektorin bei ITDO, Jessica Morris, erklärte, dass Guangzhou die Erwartungen übertroffen hat: Das Busschnellverkehrssystem, das im Februar 2010 eröffnet wurde, befördert 800 000 Menschen täglich und macht es so zu einem der größten weltweit. Seine Verbindung mit der Bahn und Fahrrädern hilft bedeutend dabei mit, die Stadt lebenswerter zu machen.

 

Andere Anwärter auf den Preis haben auch bedeutenden Fortschritt bei der Schaffung eines effizienten und nachhaltigen Verkehrssystems gemacht, wie

  • Lima, Peru:  der Busschnellverkehr ist ein erster Schritt in Richtung eines integrierten stadtweiten nachhaltigen Verkehrssystems
  • Nantes, Frankreich: Die Integration des Busschnellverkehrs in das Straßenbahnnetz ist ein Modell für effiziente Koordination
  • Teheran, Iran: Die Einführung einer Stadtmaut ergänzt die Ausweitung der Busschnellverkehrs- und U-Bahnsysteme der Stadt

Lesen Sie den Artikel im National Geographic

 

 

 

Argentinien macht den Smart Move mit erstem Busschnellverkehr

 

Argentiniens erstes Busschnellverkehrssystem ist am 2. Juni 2011, der auch gleichzeitig erster Betriebstag des Systems war, von Mauricio Macri, Bürgermeister von Buenos Aires, eingeweiht worden.

Regierungsbeamte und die Öffentlichkeit sprechen von den großen Auswirkungen, die dieses Nahverkehrssystem bei der Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen haben wird. 

 

Das neue Busschnellverkehrssystem, “Métrobus” genannt, hat 21 Haltestellen und physisch abgetrennte Spuren, die auf der Mitte der Straße verlaufen. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme hat Métrobus erhöhte Haltestellen und Zeitkontrolluhren, die Fahrgäste über ankommende Busse an jeder Haltestelle informieren.

  

Der Busschnellverkehr wird zwei Pendlerbahnhöfe auf entgegengesetzten Seiten der Stadt verbinden, so wird eine Fahrt um 40% kürzer als vorher, berichtet ITDP. Als Zusatz des Busschnellverkehrs zu dem Transportnetzwerk der Stadt rechnen Stadtbeamte damit, dass die Linie voraussichtlich täglich 100 000 Fahrgäste mehr befördern wird, was einem Zuwachs von 15% entspricht. Stadtbeamte erwarten von dem System auch Kraftstoffeinsparungen um 30% bei Bussen in der Stadt und daher eine CO2-Reduzierung und Verbesserung der Luftqualität.   

 

“Die Umsetzung von Métrobus in Buenos Aires, dem ersten Busschnellverkehrskorridor Argentiniens, bedeutet großen Fortschritt bei der Entwicklung städtischen Nahverkehrs und mehr Lebensqualität für mehr als 100 000 Menschen“, sagte Macri. „Unser Hauptziel als Verantwortliche für Stadtplanung ist die Erneuerung der Qualität städtischen Nahverkehrs, für die die Unterstützung W.J. Clintons Stiftung und ITDP äußerst wichtig im Entwicklungs- und Umsetzungsprozess eines Busschnellverkehrssystems von Weltrang war. In den kommenden Jahren planen wir auf Grundlage des Erfolgs dieser ersten Phase den weiteren Ausbau des Busschnellverkehrsnetzes in Buenos Aires“.  

 

“90% aller Verkehrsemissionen in Lateinamerika kommen von den Straßentransportmitteln, die Hälfte davon vom Personenverkehr“, so Stephen Crolius, Direktor des Beförderungsprogramms der Klimainitiative Clintons. „Busschnellverkehrssysteme spielen eine wichtige Rolle beim Angehen der Senkung solcher Emissionen, indem sie besondere Busspuren in Städten bauen und so Millionen Menschen zu einer günstigeren und effizienteren Lösung als dem Pkw verhelfen – mit dem Ergebnis von weniger Emissionen und verbesserter Luftqualität“.

 

Das System wurde in nur sieben Monaten fertiggestellt, was „die großen Einsparungen zeigt, die Busschnellverkehr bei der Bauzeit, Kosten und Logistik benötigt, verglichen mit einem festen Schienensystem“, erklärt ITDP. Busschnellverkehr ist nur eine Komponente der Bemühungen Buenos Aires, ein umfassendes Personennahverkehrssystem für die Anwohner und Besucher zu schaffen. „In bemerkenswert kurzer Zeit hat die Stadt die Bedingungen verbessert, im Stadtzentrum zu Fuß zu gehen, hat die Verfügbarkeit hochqualitativer Fahrradspuren drastisch verbessert und ein öffentliches Fahrradsystem bereitgestellt“, sagte Andrés Fingeret, Direktor des argentinischen Büros von ITDP. “Und nun wird Métrobus eine andere hochwertige Beförderungsoption hinzufügen, durch die Anwohner dorthin gelangen, wo sie hinmöchten, schnell, mit weniger Verschmutzung und ohne im Stau zu stehen“. 

 

 



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